WM 2006: Den Trainer immer dabei - Siemens Business Services entwickelt Augmented-Reality-Lösungen

02.02.2006 | München
Siemens Business Services hat zusammen mit dem österreichischen Mineralöl-Unternehmen OMV und dem Hausgerätehersteller Miele Lösungen mit so genanntem Augmented Reality (AR) entwickelt. AR-Lösungen ergänzen und überlagern das reale Bild des Betrachters von seiner Umgebung durch eingeblendete Informationen auf Displays von Kameras oder Handys. Passend zur Fußball-WM 2006 kommt auch ein AR-Fußballspiel für Kamera-Handys auf den Markt.

Mitmenschen die im WM-Jahr an der Bushaltestelle auf einem Bein stehen, mit dem anderen Schwung holen, dabei aufs Handy starren und anschließend in Torjubel ausbrechen, leiden entweder unter schwerem WM-Fieber oder sie nutzen die neueste AR-Anwendung von Siemens Business Services auf ihrem Handy. Sie stammt aus dem C-LAB, der Innovationsschmiede von Siemens Business Services und der Universität Paderborn. Mit "Kick Real" (www.kickreal.de) trainieren Mobiltelefonierer das Elfmeterschießen mit körperlichem Einsatz. Virtuell sind bei diesem Spiel der Ball, Rasen und das Tor, geschossen wird mit dem eigenen Fuß. Auf den richten die Spieler die Kamera ihres Handys - und verbinden so das digitale Spielfeld mit der realen Umgebung. Man steht quasi mit einem Bein in der digitalen Welt. Das Spiel soll auch als Werbemittel im Rahmen der Fußball-WM 2006 genutzt werden - Gespräche mit Interessenten laufen bereits.

Im Rahmen eines EU-Forschungsprojekts entwickelte das C-LAB zusammen mit dem österreichischen Erdöl- und Erdgasunternehmen OMV eine Pilotanwendung zur Schulung von Monteuren. Ziel der Anwendung: Mitarbeiter sollen unterwegs die wichtigsten Infos zu den von ihnen betreuten Industrieanlagen zur Verfügung haben - um bei Bedarf schnell reparieren können. Anstatt komplizierte Montageanleitungen zu wälzen, nehmen Mitarbeiter Lecks in Pipelines und andere defekte Teile von komplexen Chemieanlagen einfach per Kamera auf. Die Kamera ist in einen PDA oder Handheld-PC integriert. Über dieses Gerät wird das Bild per Funk an einen zentralen Server gesendet. Dort wird es mit den hinterlegten Bauplänen der gesamten Anlage abgeglichen. Im Display des PDA erscheinen postwendend Konstruktionsskizzen oder Montageanleitungen für das beschädigte Teil, die dem Techniker bei der Reparatur helfen. Die Basis-Technologie steht jetzt Kunden und Partnern von Siemens Business Services zur Verfügung.

Das gilt auch für ein weiteres Forschungsprojekt von Siemens Business Services und dem Hausgerätehersteller Miele. Die Unternehmen haben ein Pilotsystem konstruiert, bei dem der Verkäufer auf einem mobilen Endgerät Informationen und Variationen zum realen Produkt einblendet - als Text, Grafik oder 3D-Element. Verkäufer können ihre Kunden besser beraten: Andere Frontleisten, Schalter oder Farben sind so im Nu über den realen Herd im Verkaufsraum geblendet.

Quelle: Pressemeldung Siemens AG

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