Drei Professoren verstärken Forschung an den Telekom Laboratories
Professor Dr. Axel Küpper (40) übernimmt in den Deutsche Telekom Laboratories den Bereich "Service-centric Networking" und leitet an der TU Berlin das gleichnamige Fachgebiet. Sein Ziel es ist, neue Methoden, Technologien und Plattformen für die Bereitstellung, den Betrieb und die Vernetzung zukünftiger Dienste in einem weltumspannenden und allgegenwärtigen Internet und in anderen Kommunikationsnetzen (zum Beispiel Ad-hoc-Netzen) zu erforschen und zu entwickeln. Axel Küppers Arbeiten werden sich darauf richten, neue Anwendungsszenarien für eine dienstorientierte Vernetzung zu erschließen und verschiedene Dienstkonzepte wie zum Beispiel "Cloud Computing" oder "Location-based Services" weiterzuentwickeln. Ferner sollen zugehörige Dienstplattformen und ihre Funktionen bedarfsgerecht integriert und evaluiert werden, um so Erkenntnisse über ihre praktische Anwendung zu gewinnen. "Dabei werden wir in unseren Forschungen sowohl nutzer- als auch netzzentrische Dienstkonzepte im Blick haben und beide Ansätze gegenüberstellen2, betont Axel Küpper.
Axel Küpper studierte Informatik und Wirtschaftswissenschaften an der RWTH Aachen, an der er im Jahr 2001 auch promovierte. Seine Habilitation erfolgte im Jahr 2006 zum Thema "Location based Services" an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Dort forschte und lehrte er auch vor seiner Berufung an die TU Berlin.
Professor Dr. Tansu Alpcan (34) wurde auf das Fachgebiet "Autonome Sicherheit" an der TU Berlin und den Deutsche Telekom Laboratories berufen. Er entwickelt mathematische Modelle, um IT-Netzwerke effektiver vor Angriffen zu schützen. "Noch werden hier viele Entscheidungen intuitiv getroffen und beruhen nicht auf verifizierbarem Wissen", erklärt Tansu Alpcan. Dabei sollen nicht nur die Entscheidungsprozesse hinsichtlich der Netzwerksicherheit, die in den Händen eines Unternehmens liegen, optimiert und formalisiert werden, sondern auch die, die die IT-Systeme zunehmend automatisch treffen sollen.
Tansu Alpcan studierte Elektrotechnik an der Bogazici Universität in Istanbul und wechselte für seine Promotion an die University of Illinois at Urbana-Champaign (USA). Er ist Autor von mehr als 70 wissenschaftlichen Artikeln und Träger verschiedener Preise auf dem Gebiet der Informatik. Seit 1998 ist er Mitglied im Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE), dem Weltverband für Elektrotechnik und Informatik.
Der Forschungsschwerpunkt von Professor Dr. Alexander Raake (38) an der TU Berlin und in den Deutsche Telekom Laboratories ist die Sprach-, Audio- und Bildqualität moderner Telekommunikationssysteme wie der Internet-Telefonie oder des Internet-Fernsehens. Ziel ist es, für den Nutzer gebrauchstaugliche Multimediadienste zu entwickeln, die vor allem seinen qualitativen Erwartungen entsprechen. Dies aber ist nur durch Grundlagenforschung möglich, wie sie Raake in seinem Fachgebiet "Bewertung von IP-basierten Anwendungen" betreibt. "Es geht bei meinen Forschungen darum, Methoden zu entwickeln, mit denen die Qualität der Multimediaübertragung aus Benutzersicht gemessen wird", erklärt Alexander Raake. "Der Nutzer wird hinsichtlich seiner Wahrnehmung, Qualitätsbeurteilung und seiner daraus resultierenden Akzeptanz gegenüber Diensten betrachtet."
Alexander Raake studierte Elektrotechnik an der RWTH Aachen und der ENST Télécom, Paris. Er promovierte an der Ruhr-Universität in Bochum und arbeitete am LIMSI-CNRS in Orsay (Frankreich). Seine Forschungen bringt er seit zehn Jahren in der International Telecommunication Union (ITU-T) in die internationale Standardisierung ein. Er ist unter anderem Träger des Literaturpreises der Informationstechnischen Gesellschaft des VDE.
Quelle: Pressemeldung Telekom AG
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