Deutsche Telekom AG präsentiert Aktionären den Weg in die Gigabit-Gesellschaft
Dabei seien Transparenz und Vertrauen in der Zusammenarbeit mit allen Interessengruppen für die Deutsche Telekom AG Grundvoraussetzung für den nachhaltigen Unternehmenserfolg. "Unsere Zahlen ermöglichen uns eine Politik, die alle Interessengruppen des Unternehmens angemessen berücksichtigt", betonte Obermann. "Unsere Mitarbeiter profitieren zum Beispiel dadurch, dass wir durch konsequentes Insourcing mehr als 7.000 interne Arbeitsplätze erhalten. Unsere Kreditgeber sind zufrieden, weil unsere Liquidität trotz Umbau und Wirtschaftskrise nicht gelitten hat. Und natürlich unsere Aktionäre, weil ein starker Cash-Flow eine wichtige Grundlage für eine attraktive Dividende ist."
Verbessern - Verändern - Erneuern
Die Kunden nutzen immer vielfältigere und komplexere Anwendungen auf den Telekommunikationsnetzen, bei ungebrochen drastischem Anstieg der täglich übertragenen Datenmengen. "Mit unserer neuen Strategie Verbessern - Verändern - Erneuern machen wir die Telekom fit für die Gigabit-Gesellschaft und sorgen für zukünftiges Wachstum." Obermann stellte vor, wie der Vorstand das Unternehmen neu ausrichtet und gab einen umfassenden Einblick in die Entwicklung des Unternehmens von einem klassischen Telekommunikationskonzern zu einer "Telco plus" - einem "Multi Produkt"-Internetunternehmen. Das Geschäft soll dazu mit Investitionen in intelligente Netze, mit IT-Services sowie Internet- und Netzwerkdiensten weiter entwickelt sowie ausgeweitet werden und so deutlich mehr Umsatz aus Wachstumsfeldern erzielt werden.
Dazu wurden die fünf Wachstumsfelder mobiles Internet, vernetztes Zuhause, eigene Internet-Services, Systemgeschäft und intelligente Netze für die Bereiche Energie, Gesundheit, Medien und Vernetztes Auto definiert. Insgesamt sollen die Umsätze dort bis 2015 annähernd verdoppelt werden - von heute 15 auf rund 29 Milliarden Euro.
Im Ausland, wo die Deutsche Telekom AG mehr als die Hälfte ihres Umsatzes erzielt, sind ebenfalls an die mobile Internetnutzung große Wachstumserwartungen gerichtet. Dabei soll auch der nordamerikanische Markt profitieren. Bis Ende des Jahres plant T-Mobile USA die Versorgung mit der schnellen Mobilfunkübertragungstechnik HSPA+ für mehr als 100 amerikanische Großstädte und deren Einzugsgebiete. "In den nächsten zwei Jahren wird unser Netz das schnellste Mobilfunknetz in den zentralen Märkten der USA sein", sagte Obermann. Trotz der derzeitigen Herausforderungen im US-Geschäft hat T-Mobile USA sich nach einer Studie der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer erstmals an die Spitze der umsatzstärksten deutschen Firmen in den USA setzen können. Bei den eigenen Internetservices soll die internationale Präsenz der Scout-Gruppe, die heute bereits in 13 europäischen Ländern vertreten ist, weiter ausgebaut werden. Zudem konnte im Bereich Systemgeschäft T-Systems jüngst mit einem Großauftrag in Südafrika punkten und steht z.B. in Brasilien in konkreten Gesprächen mit potentiellen Großkunden.
Gleichzeitig bekräftigt René Obermann das Engagement in Griechenland mit OTE. Die aktuell schwierige Situation des Landes schlägt sich bislang nicht fühlbar in der geschäftlichen Entwicklung des Unternehmens nieder.
Ein Thema der Telekom ist auch die Reduzierung der Treibhaus-Emission. "Ökologisch verantwortungsvolles Wirtschaften und Handeln, mehr Energieeffizienz - das sind für uns wichtige Zukunftsgeschäfte. Darum müssen wir dabei auch selbst glaubwürdig sein", sagte Obermann. Deswegen habe sich das Unternehmen unter anderem freiwillig verpflichtet, bis 2015 den durchschnittlichen CO2-Ausstoß der Neuwagen in der Telekom-Fahrzeugflotte auf 110 Gramm pro Kilometer zu begrenzen, zehn Gramm besser als das EU-Ziel für die Automobilbranche insgesamt. Bereits jetzt werden fünf Prozent der Telekom-Aktien von nachhaltig orientierten Anlegern gehalten, führte der Vorsitzende aus. "Ich möchte diesen Anteil bis 2012 noch deutlich erhöhen."
Nachhaltige Personalentwicklung und Dividende
Mit dem neuen Strategie-Programm soll die stakeholderorientierte Politik in den nächsten Jahren fortgesetzt werden. So sind mit Blick auf die Mitarbeiter in den nächsten Jahren rund 9000 Neueinstellungen geplant. Den Aktionären als Stakeholdern schlagen Vorstand und Aufsichtsrat auf der heutigen Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2009 eine Dividende von 0,78 € je Aktie vor. Wie bereits im Vorjahr wird auch die Dividende für 2009 im Inland steuerfrei sein.
Über die nächsten drei Jahre bis 2012 beabsichtigt die Deutsche Telekom AG, vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Organe zu den jeweiligen Ausschüttungsverschlägen und des Vorliegens der bilanziellen Voraussetzungen, 3,4 Milliarden Euro jährlich auszuschütten. Damit kommuniziert das Unternehmen als erster DAX-Konzern eine Ausschüttungsstrategie für drei Jahre in Kombination mit einem Aktienrückkauf über drei Jahre. Vorstand und Aufsichtsrat unterstreichen so das Vertrauen in die gute Entwicklung der Deutschen Telekom, insbesondere in künftige Free Cash Flows und solide Bilanzkennzahlen.
Zudem betonte Obermann, dass sich die T-Aktie inklusive Dividende in den vergangenen drei Jahren besser als der Sektor und deutlich besser als der Euro Stoxx 50 und in etwa auf DAX-Niveau entwickelt habe. "Aber natürlich setzen wir uns für eine höhere Bewertung ein. Darum gehen wir jetzt den nächsten Schritt. Wir stellen zügig auf Internettechnologie und hochbitratige Netze um und erweitern unser Portfolio mit Internetprodukten. Wir legen die Basis für neues Wachstum".
Die Deutsche Telekom AG legt zur Hauptversammlung heute ihren neuen Datenschutzbericht vor.
Quelle: Pressemeldung Telekom AG
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